Hand mit "STOP!"-Schrift auf der Hand, Symbol gegen Gewalt.

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100 Prozent Sicherheit, Null Prozent Toleranz bei Gewalt

„Gewalt, sexuelle Belästigung und Mobbing am Arbeitsplatz – das ist ein absolutes No-Go!“, betonte der dbb Bundesvorsitzende Volker Geyer am 24. November 2025 in Berlin, einen Tag vor dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Mehr als die Hälfte der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind Frauen, jede zweite wurde schon einmal bei ihrer Tätigkeit behindert, beschimpft oder tätlich angegriffen. Von sexueller Gewalt sind am häufigsten Frauen betroffen. „Die Politik darf nicht weiter tatenlos zusehen, sondern muss den Frauen den Rücken stärken. Wir brauchen eine systematische Erfassung der Angriffe sowie gut entwickelte Methoden für Prävention, Reaktion und Nachsorge“, forderte der dbb-Chef.   

Der öffentliche Dienst habe beim Schutz vor Gewalt eine Vorbildrolle. „Ein sicherer Arbeitsplatz bedeutet auch, dass man ohne Sorge vor verbalen oder physischen Übergriffen dort arbeiten kann. Der Schutz seiner Beschäftigten hat für den Dienstherrn oberste Priorität“, stellte Geyer klar. Die zunehmende Verrohung der Gesellschaft besorge ihn zutiefst. „Jeder Angriff auf die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist auch ein Angriff auf den Staat und unsere Demokratie. Schluss damit.“  

Handeln statt wegsehen 

Für Milanie Kreutz, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung und stellvertretende dbb Bundesvorsitzende, ist der Schlüssel für den Kampf gegen Gewalt an Frauen das Gewalthilfegesetz: „Die Verabschiedung war nur der erste Schritt, jetzt geht es darum, die Maßnahmen so schnell wie möglich umzusetzen. Die Strukturen zum Schutz von Betroffenen und zur Verfolgung von Tätern müssen dauerhaft verankert werden.“ Durch das Gewalthilfegesetz werden Frauenhäuser und Beratungsstellen nachhaltig finanziert. „Schutz darf keine Frage des Wohnorts sein. So kommt die Hilfe dort an, wo sie gebraucht wird: bei den Frauen.“ Entscheidend sei dabei der Rechtsanspruch auf Schutz vor Gewalt: Frauen, die von Gewalt betroffen sind, erhalten künftig einen verbindlichen Anspruch auf Unterstützung. Kreutz weiter: „Gewaltschutz ist kein Privileg, sondern ein Grundrecht.“  

Gewalt gegen Frauen sei kein Randphänomen, sondern eine tägliche Realität. Denn: Die meisten Angriffe erleben Frauen zuhause – allein 2023 wurden 180.000 Frauen und Mädchen Opfer von häuslicher Gewalt. „Diese erschreckenden Zahlen stehen für unzählige einzelne Schicksale. Wir dürfen nicht wegsehen. 100 Prozent Sicherheit, null Prozent Toleranz bei Gewalt, sexueller Belästigung und Mobbing. So muss das Credo lauten“, unterstrich Kreutz. Auch der Kampf gegen häusliche Gewalt sei Aufgabe des öffentlichen Dienstes: „Ein öffentlicher Dienst, der Vertrauen verdient, schützt Betroffene ohne Zögern und stellt Täter zur Verantwortung.“  

 

Die Welt sieht orange  

Um auf den Kampf gegen Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen, nehmen die dbb frauen an der diesjährigen Kampagne „Orange the World“ der UN Women teil. Beginnend am Tag gegen Gewalt an Frauen organisieren die UN Women eine zweiwöchige Kampagne, die bis zum 10. Dezember 2025, dem Tag der Menschenrechte, geht. Möglichkeiten, sich im Rahmen der Kampagne zu engagieren gibt es viele: Posts auf Social Media, Aufklärung am Arbeitsplatz oder in der Schule oder Farbe bekennen, indem man orange trägt, orangenes Licht ans Fenster stellt oder orange Bänke aufstellt. Seit 2023 sind die dbb frauen Teil der deutschen Delegation der UN Women.  

Datum: 24. November 2025
Autor: Torben

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