| Ausbildung kein Patentrezept |
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| Montag, 08 März 2010 | |
Neue OZ: Kommentar zu Schulabgänger / Ausbildung Kein PatentrezeptOsnabrück (ots) - Zweifellos trifft es zu, dass in Deutschland zu viele junge Menschen den Anforderungen der Berufswelt nicht gewachsen sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sie reichen von zu geringen Bildungsausgaben über mangelnde Integration von Zuwanderern bis hin zum Sich-Einrichten in der Hartz-IV-Nische.
Ein
Patentrezept kann es deshalb nicht geben, um die Ausbildungsreife von
Lehrstellenbewerbern zu verbessern. Dazu bedarf es eines breiten
Engagements.
Es braucht Eltern, die den Leistungsgedanken und das
kulturelle Umfeld in dieser Gesellschaft akzeptieren, Lehrer, die die
Förderung der schwächsten Schüler als Gemeinschaftsaufgabe betrachten
und sich nicht auf Kosten ihrer sozial engagierten Kollegen aus der
Affäre ziehen. Auch gibt es zu wenige Ausbilder, die Bewerbern mit
Handicaps überhaupt eine Chance geben - und sei es nur durch ein
Praktikum. Die Schulabgänger selbst sind gefordert, ihr Anspruchsdenken
dem eigenen Leistungsvermögen anzupassen. Denn der große Bogen, den sie
um manch ehrbaren Beruf machen, ist angesichts der Realitäten des
Arbeitsmarktes kaum nachzuvollziehen.
Die
Politik muss all dies unterstützen. Wegen der Ebbe in den
Länderhaushalten und sinkender Schülerzahlen mag es verlockend sein,
die Zahl der Lehrerstellen zu verringern. Wegen des zuletzt
vernichtenden Zeugnisses der OECD für die deutsche Bildungspolitik wäre
das allerdings fatal.
Originaltext: Neue Osnabrücker Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/58964 03.03.2010 -22.01 Uhr |




