| Schüler fliegt nach versuchter Erpressung |
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| Samstag, 06 März 2010 | |
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Hildesheim. Der 19-jährige Schüler aus Hildesheim, der versucht hat, einen Lehrer mit dessen privaten E-Mails zu erpressen, ist der Schule verwiesen worden. Er kann sein Abitur aber an einer Gesamtschule in Hannover ablegen. Das teilte Schulleiter Wilfried Kretschmer mit. „Die Schulgemeinschaft hat sich von dem Schüler getrennt.
Wir wollen damit ein
klares Signal setzen, nach
innen und nach außen“, betont der Leiter der Robert- Bosch-Gesamtschule.
„Aber wir wollen dem Schüler seinen Lebensweg auch nicht verbauen.“ 30
Lehrer und zwei Schülervertreter hatten über den Fall beraten. Auch der
19-Jährige nahm mit seinem Anwalt an der Sitzung teil. Er hatte sich vor
einigen Wochen in das E-Mail-Konto eines 64-jährigen Lehrers eingeloggt
und dort Hinweise auf eine Affäre des verheirateten Pädagogen gefunden.
Anschließend hatte er versucht, 1000 Euro Schweigegeld zu erpressen.
Dafür standen gestern als Sanktionen drei Möglichkeiten zur Debatte: Der
Ausschluss vom Unterricht für drei Monate, der Verweis von allen
niedersächsischen Schulen oder eben der Verweis von der
Robert-Bosch-Gesamtschule. Rund 80 Minuten dauerte die Diskussion, bis
sich die Teilnehmer zu einer Entscheidung durchrangen. Den Schulwechsel
nach Hannover muss nun noch die Landesschulbehörde absegnen. Dann kann
der 19-Jährige sein Abitur an der Gesamtschule ablegen. Der Schüler hat
die Entscheidung der Konferenz akzeptiert und will laut seinem Anwalt
Lothar Herzog keinen Widerspruch einlegen. Den Verweis nennt Herzog „der
Schuld und Tat angemessen“.
HAZ
05.03.2010
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