Menu Content/Inhalt
Home arrow Themen arrow Schul- und Bildungspolitik arrow Nachhilfeunterricht ist nicht Sache des Landes
Nachhilfeunterricht ist nicht Sache des Landes PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 25 Februar 2010
(rb) Hannover. Die Landesregierung hält die individuelle Förderung von Schülern in Vorabgangs- und Abgangsklassen für eine bedeutsame bildungspolitische Aufgabe, der sie nach eigener Einschätzung mit einem stetig wachsenden Bildungsetat sowie speziellen Förderprogrammen gerecht wird. Vor diesem Hintergrund sieht sie weder die Notwendigkeit noch die Möglichkeit, individuellen Nachhilfeunterricht aus Landesmitteln zu finanzieren.
In diesem Sinne hat das Kultusministerium auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Grant Hendrik Tonne geantwortet. Der SPD-Politiker hatte darin auf die Förderung von Nachhilfekosten in seinem Heimat-Landkreis Nienburg verwiesen, die im Jahr 2007/2008 zu einer Erfolgsquote – Ausbildungsstelle gefunden bzw. in Aussicht – von 60 Prozent geführt habe. Die Kosten dafür hätten zwischen 500 und 800 Euro für sechs Monate gelegen. Der Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente für arbeitslos gewordene Jugendliche würde schon monatlich so viel kosten, führt der Sozialdemokrat aus. Das Kultusministerium verweist dagegen auf das Gebot der Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Allein aus diesem Grunde sei die Landesregierung gegen die Kommerzialisierung von Bildungsgütern und -dienstleistungen, die parallel zu dem staatlich verantworteten Schulsystem entstünden. Zudem habe sie auf die Nutzung solcher Angebote keinen Einfluss. Nachhilfeförderung sei keine landespolitische Aufgabe, betont das Kultusministerium. Es bestehe jedoch die Möglichkeit, bedürftige Schüler durch den Sonderfonds „Dabei- Sein“ der Landesstiftung „Familie in Not“ auch in der Finanzierung von Nachhilfeunterricht zu unterstützen, heißt es.
 
V
L
W
N