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Dezentrale Organisation der Landesschulbehörde gewünscht PDF Drucken E-Mail
Freitag, 22 Januar 2010

(rb) Hannover. Die Landtagsfraktionen von CDU, FDP und SPD haben auf eine Initiative des Städte- und Gemeindebundes (NSGB) für eine dezentrale Organisation der Landesschulbehörde mit Standorten in den kreisangehörigen Städten, Gemeinden und Samtgemeinden reagiert und nach Ansicht des NSGB „dem Grunde nach“ das Anliegen unterstützt.

Von den Grünen kam eine Zwischennachricht, die Linke schwieg. Nach Auffassung des CDU-Fraktionsvorsitzenden David McAllister weist der NSGB zu recht darauf hin, dass der ländliche Raum bei möglichen Änderungen in der Verwaltungsstruktur besondere Aufmerksamkeit verdiene. Seiner Fraktion sei dies, gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel, ein besonderes Anliegen. Die Anregungen des Verbandes würden in die weiteren Beratungen zur anstehenden Verwaltungsmodernisierung einfließen. Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, versprach, „im Rahmen unserer Möglichkeiten“ darüber zu sprechen, wie man das Anliegen des NSGB berücksichtigen könne. Ziel der Landesregierung sei es, eine landesweite Einheitlichkeit herzustellen, administrative Kernprozesse zu standardisieren und durch eine Verringerung der Standorte leistungsfähige Kompetenz- und Dienstleistungszentren zu schaffen. Wolfgang Jüttner sprach sich im Namen der SPD-Fraktion für dezentrale Standorte aus, damit Ansprechpartner für die Schulen regional zur Verfügung stehen. Allerdings müssten diese Standorte personell so gut ausgestattet sein, dass sie diese Aufgabe für alle allgemeinbildenden Schulen erfüllen können. Allerdings habe sich die SPD zur grundsätzlichen Aufstellung der Landesschulbehörde „noch nicht positioniert“.

Der NSGB betrachtet die Beibehaltung oder sogar Verlagerung von Behördenarbeitsplätzen in die kreisangehörigen Städte, Gemeinden und Samtgemeinden als einen wichtigen Baustein zur Stärkung dieser Kommunen. Angesichts des demographischen Wandels müsse mehr darauf geachtet werden, dass es keine Konzentration von Arbeitsplätzen in Oberzentren gebe, fordert der kommunale Spitzenverband.

Rundblick 15.01.2010
 
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